Thema „Being you“
5.6.–14.6.2026
Vernissage: Fr 18 – 22 Uhr
Geöffnet: Sa und So 14 – 18 Uhr
Produzentengalerie 4h-art
Loebensteinstraße 7a
30175 Hannover
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Wir möchten euch herzlich dazu einladen, euch mit euren Werken an einer ganz besonderen Ausstellung und Performance-Veranstaltung zu beteiligen. Im Fokus steht eines der tiefgründigsten und aktuellsten Themen unserer Gesellschaft: die Dynamik von Kränkung, Demütigung, Ohnmacht und die notwendige Hinwendung zu einem radikalen Perspektivwechsel.
Der Titel „Being You – Die unsichtbaren Wunden, die wir schlagen“ ist unser gemeinsamer Ausgangspunkt.
Wir suchen nach Arbeiten, die sich künstlerisch mit den folgenden Fragestellungen auseinandersetzen und diese für unser Publikum erfahrbar machen:
Der Perspektivwechsel: Wie fühlt es sich an, plötzlich die Rolle des Opfers einzunehmen, dessen Schmerz als „übertrieben“ abgetan wird? Wie können wir durch Kunst die Grenze zwischen „noch erträglich“ und „nicht mehr auszuhalten“ sichtbar machen?
Die Spirale der Gewalt: Von subtilem digitalem Mobbing bis hin zur existenziellen Krise ("Amok"). Wie können wir die Vorgeschichte, das Fass voll von Kränkung und Ignoranz, das zum Überlaufen gebracht wird, darstellen?
Ohnmacht und der letzte Aufschrei: Die Thematik der Stimmlosigkeit, der fehlenden Kraft zur Gegenwehr und die daraus resultierenden "irrationalen Reaktionen" als letzter verzweifelter Ausdruck. Wie manifestiert sich Ohnmacht in Bild, Bewegung oder Raum?
Täter- und Opferrollen: Die Konfrontation mit der eigenen Rolle als Täter oder der Mechanismus, selbst zum Täter zu werden, um nicht wieder Opfer sein zu müssen. Wie können wir die Komplexität dieser Verflechtung darstellen?
Die Heilung durch Verstehen: Die Notwendigkeit, den Reigen zu durchbrechen. Die Geschichte von Jimmy Carter, Sadat und Begin als Metapher: Wie kann durch das Erzwingen des Perspektivwechsels und das Aufbauen von Vertrauen ein „gegenseitiges Wahrnehmen und Respektieren“ erreicht werden? Welche Alternativen zur Eskalation kann eure Kunst aufzeigen?
Wir laden euch ein, eure Malerei, Skulpturen, Installationen, Tanz- oder Performance-Konzepte einzureichen, die diese unsichtbaren Wunden und die Herausforderung des Empathie-Handelns thematisieren.
Kurzbiografie und Portfolio (max. 5 MB)
Exposé eurer vorgeschlagenen Arbeit(en) (max. 300 Wörter pro Werk), das den Bezug zum Thema herstellt. Bei Performances: Dauer und technische Anforderungen.
Wir freuen uns auf eure visionären und konfrontativen Beiträge, die dazu beitragen, das Bewusstsein für die Konsequenzen unseres Handelns – oder unseres Schweigens – gemeinsam zu schärfen.
Bitte sendet eure Bewerbung bis zum 15. April 2026 an 4h-art@email.de.
Mit freundlichen und kollegialen Grüßen.
Dieter Rammlmair / 4h-art